Episode 3
Dem Geheimnis auf der Spur

Das Goldfieber in Lengenfeld steigt und steigt. Nach der zufälligen Entdeckung mehrerer Goldnuggets hat sich die vogtländische Kleinstadt in ein sächsisches Eldorado entwickelt, das immer mehr Glücksritter und Goldgräber anlockt.

Dem Geheimnis auf der Spur

Das Goldfieber in Lengenfeld steigt und steigt. Nach der zufälligen Entdeckung mehrerer Goldnuggets hat sich die vogtländische Kleinstadt in ein sächsisches Eldorado entwickelt, das immer mehr Glücksritter und Goldgräber anlockt. Nach großflächigen Erdarbeiten wurde bislang aber kein weiteres Edelmetall gefunden. Dafür stießen Arbeiter auf ein anderes metallisches Artefakt, das dazu führen könnte, dem Geheimnis um das Lengenfelder Gold endlich auf die Spur zu kommen.

Lengenfeld/Vogtland – Die ehemalige Baustelle am Rand des Freizeitparks Plohn gleicht immer mehr einer Kraterlandschaft. In dutzenden von Erdlöchern graben vom Goldfieber gepackte Glücksritter mit Spaten und Hacke nach Gold. Auslöser des regionalen Goldrauschs ist der Zufallsfund von einigen Nuggets Anfang 2018. Befeuert wird die Hoffnung auf den großen Fund von historischen Aufzeichnungen, die vermuten lassen, dass es in Lengenfeld vor mehr als hundert Jahren eine Goldmine gegeben haben könnte.

Außer dem lokalen Baumarkt und der eilig aufgestellten Pommes-Bude hat der Lengenfelder Goldrausch bisher keine großen Gewinner hervorgebracht. Bislang stießen die Arbeiter lediglich auf Schrott und jede Menge Abraum. Und auch der neuste Fund hat auf den ersten Blick für Enttäuschung auf den Gesichtern der Goldgräber gesorgt. Aber auf den zweiten Blick, könnte der Fund doch noch Augen glitzern lassen. Denn beim Fund handelt es sich laut aktuellen Informationen um alte Eisenschienen.

Die Schienen wurden in 1,5m Tiefe gefunden und führen weiter tief ins Erdreich. Eine Spur, die die Hoffnung auf einen größeren Goldfund wieder wachsen lässt. Nach Aussagen beteiligter Archäologen handelt es sich bei den Schienen um die Überreste einer Lorenstrecke, wie sie zur Jahrhundertwende im Bergbau eingesetzt wurde.

„Diese rostigen Schienen können sie bald in Goldaufwiegen. Wir haben die Vermutung, dass sie uns direkt in die historische Goldmine führen könnten. Wir setzen jetzt alles auf diese Spur und graben uns an den Schienen entlang in die Tiefe.“ So Grabungsleiter Heinz Meyer über die neue Spur der Hoffnung.

In dutzenden Erdlöchern suchen Glücksritter nach Gold.

Eine eiserne Spur zum Gold? Alte Schienen wecken neue Hoffnung. Goldene Aussichten: Wartet am Ende der Schienen eine Goldader?